Supervision für KörperarbeiterInnen

Warum Supervision gerade für Körpertherapeutinnen entlastend und hilfreich ist:

Die Freude an dem Reichtum der Wirk- und Hilfsmöglichkeiten, die körpertherapeutische Methoden oft bieten, kann dazu verführen, selbstfürsorglichen Aspekte in den Hintergrund rücken zu lassen. Schleichend kann sich dann das stimmige, befriedigende Arbeiten in hochgradig erschöpfendes Tageswerk verwandeln. Supervision kann hier klärend und aufklärend einer Überlastung vorbeugen.
Auch die Herausforderung, die Einnahmen als Existenzgrundlage einerseits mit den Regenerations- und Freizeitwünschen andererseits in Einklang zu bringen, kann reflektiert werden.
Eigene biografische Faktoren/Erfahrungen können immer mal wieder ungefragt in den Behandlungen mitmischen. Supervision erlaubt das innere sich zurücklehnen und mit wohlwollenden gemeinsamen Blicken auf das Eigene und das Andere die Klarheit wiederzugewinnen.

Körpertherapeutische Arbeit ist eine besondere Herausforderung an Klarheit im Setting und Wahrung von Grenzen. Das „Instrument“, mit dem wir arbeiten, sind wir selbst. Es ist das Zusammenspiel unseres wachen Geistes, unseres mitfühlenden Herzens, unserer mitschwingenden Energien, unserer Erfahrung und unser Körper, was da heilsam und wirkungsvoll in den Kontakt gebracht wird. Wir haben uns in unseren Ausbildungen Techniken, Methoden, Wissen und Fähigkeiten angeeignet, um dieses Zusammenspiel zu einem sinnvollen Gesamtkunstwerk werden zu lassen – mit dem wir unser Geld verdienen und unsere Existenz sichern.
Dieses „Arbeitswerkzeug“ ist unendlich kostbar (und nicht unverletzbar).
Als KörperarbeiterInnen sind deshalb Selbstfürsorge, Wertschätzung der eigenen Potentiale und Grenzen besonders wichtig.

„Was kann ich mir erlauben?“

  • an Bezahlung zu fordern
  • an Grenzen zu setzen
  • an eigenen Krankheitszeiten zu akzeptieren
  • an Erholungszeiten - Pausen - Feierabenden - freien Wochenenden einzuhalten
  • in Fortbildungen oder Supervisionen zu investieren

sind oft brennende und konflikthafte Auseinandersetzungen.
In der Supervision möchte ich mich diesen Fragen mit Neugierde und Freundlichkeit zuwenden, um mehr Spielräume zu eröffnen.

 

Verstehen:

  • Nach manchen Behandlungen fühlen Sie sich ausgelaugt und unverhältnismäßig erschöpft.
  • Bei manchen KlientInnen fällt es Ihnen sehr schwer, in Ihrer eigenen inneren Klarheit und Struktur zu bleiben:
    ... erstaunt stellen Sie fest, dass Sie schon wieder die Zeit überzogen
    ... die Terminierung den Wünschen des/der KlientIn auf Kosten der eigenen Arbeitsorganisation angepasst haben
    ... sich in unerquickliche Diskussionen jenseits des Arbeitsauftrages haben hineinziehen lassen
    ... eine Behandlungsserie fortführen, obwohl Sie eine innere Unlust/Abwehr entwickelt haben
    ...
  • Ihre eigene Einschätzung ihrer Arbeit und die Rückmeldungder/s KlientIn passen so gar nicht überein.

Lassen Sie uns in der Supervision zusammen herausfinden, was da geschieht, was da wirkt, damit Sie mehr Handlungsfreiheit gewinnen.